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Österreichische Bundesliga

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In den 30-er Jahren war der österreichische Fußball mit dem legendären Wunderteam um Matthias Sindelar in Europa führend. Nicht zufällig, war die Alpenrepublik doch Heimat der ersten Profiliga des Kontinents. Schon ab 1924 wurde in Österreich professioneller Fußball gespielt, was sich in der Qualität des gebotenen Sports bemerkbar machte. Diese Vorreiterrolle freilich war Österreich bald wieder los und wurde in den folgenden Jahrzehnten von vielen größeren Ländern überholt und zum Teil auch abgehängt.

Heute gilt die österreichische Bundesliga, die seit 2014 vom Buchmacher Tipico gesponsert wird und dessen Namen trägt, eher als Ausbildungsliga, die im europäischen Vergleich lediglich zweiklassig ist. Das ändert aber nichts daran, dass Spiele der Tipico Bundesliga sowohl im Stadion als auch im Live Stream spannend sein können.

Um die Spannung zu erhöhen, wurde zur Saison 2018/19 der Modus geändert. Seitdem spielen zwölf statt zuvor zehn Team in einer Hauptrunde, nach der eine Aufteilung in eine Meister- und in eine Qualifikationsgruppe erfolgt, die jeweils mit sechs Mannschaften spielen.

Wiener Teams dominieren lange

Ob es mit dem neuen Modus gelingt, die jahrelange Vorherrschaft von Red Bull Salzburg zu brechen, scheint angesichts der finanziellen Überlegenheit der Mozartstädter fraglich. Seit 2006 wurde Salzburg neun Mal Meister und seit dem Triumph von Austria Wien mit Trainer Peter Stöger in der Saison 2012/13 gab es keinen anderen Titelträger mehr.

Zuvor hatte der von Red Bull übernommene und nach den Vorstellungen des Konzerns umgebaute Vorgängerverein Austria Salzburg lediglich drei Meisterschaften verbuchen können. Klar beherrschend waren in dieser Hinsicht die beiden Wiener Traditionsklubs Rapid Wien und Austria Wien, die sich in ihrer Historie viele heiß umkämpfte Duelle um den Titel lieferten. Mit 32 Titeln ist Rapid Wien weiterhin mit einigem Abstand Rekordmeister, gefolgt von der 24 Mal erfolgreichen Austria.

Hinter den Wiener Klubs und Salzburg folgt Wacker Innsbruck mit insgesamt zehn Meisterschaften. Nach drei Titel zwischen 1999 und 2002, mit Trainer Joachim Löw und noch als FC Tirol Innsbruck, geriet der Verein allerdings in finanzielle Turbulenzen, musste neugegründet werden und kehrte zuletzt nach auch sportlich schwierigen Jahren erst 2018 in die Bundesliga zurück.

Immerhin auf neun Meisterschaften kommt noch der heute FC Admira Wacker Mödling, der aller letztmals 1965/66 noch als Admira Wien ganz oben stand. Immerhin ist der Traditionsklub seit 2011 wieder durchgehend erstklassig. Sturm Graz und der Grazer AK, die beide im neuen Jahrtausend schon Meister wurden, vermochten es derweil nicht, die Wiener und Salzburger Überlegenheit längerfristig zu brechen.

Österreichische Klubs im Europapokal

Einen internationalen Titel sucht man unterdessen auf den Briefköpfen aller Vereine der österreichischen Bundesliga vergeblich. Und auch nur viermal schafften es Mannschaften aus der Alpenrepublik ins Endspiel einen europäischen Wettbewerbs. Im heute nicht mehr existierenden Europapokal der Pokalsieger gelangte 1977/78 Austria Wien ins Finale, verpasste den Triumph aber ebenso wie Stadtrivale Rapid, der 1984/85 und 1995/96 das Endspiel bestreiten durfte.

In der Europa League bzw. deren Vorläufer UEFA-Cup stand bislang nur ein Team der österreichischen Bundesliga im Endspiel. 1993/94 sorgte Austria Salzburg, damals noch ohne Unterstützung von Red Bull und traditionell in Violett-Weiß, für landesweite Begeisterung, unterlag aber letztlich im Finale Inter Mailand.

2017/18 schaffte es Red Bull Salzburg zumindest ins Halbfinale der Europa League, zog allerdings dann gegen Olympique Marseille den Kürzeren. Die Geschichte der Roten Bullen in der Champions League könnte derweil kaum tragischer sein. Neun Mal hat es Salzburg versucht und neun Mal reichte es mehr oder weniger knapp in der Qualifikation nicht. 2019/20 werden die Roten Bullen aber aller Voraussicht nach erstmals in der Gruppenphase an den Start gehen, da der Meister der österreichischen Bundesliga dafür gesetzt ist.

Red Bull Salzburg als Dominator

So enttäuschend sich Red Bull Salzburg international häufig präsentiert hat, umso dominanter agieren die Roten Bullen in der heimischen Bundesliga. Seitdem Red Bull im April 2005 das Ruder komplett übernommen hat, ist in der Mozartstadt freilich auch nichts mehr wie es zuvor war. Der Vereine erhielt angefangen vom Wappen bis hin zu den neuen Farben Rot-Weiß ein komplett neues Gesicht und die Arbeit wurde in allen Bereichen auf ein sehr hohes Niveau gehievt. Klar, dass die Erfolge zumindest auf nationaler Ebene nicht lange auf sich warten ließen. Bereits 2007 durfte Red Bull Leipzig die erste von bis heute neun Meisterschaften feiern. Dabei wurden keine Kosten und Mühen gescheut, wobei ein Strategiewechsel nach dem Amtsantritt von Sportdirektor Ralf Rangnick anno 2012 unverkennbar war.

Anstatt auf altgediente Stars setzt Salzburg seitdem extrem auf Top-Talente, die im Idealfall schon in den eigenen Reihen ausgebildet werden. Das dieses Konzept Früchte trägt, zeigen nicht nur die regelmäßig in die erste Mannschaft aufrückenden Eigengewächse, die oft für teures Geld verkauft werden können. Ein großer und aufsehenerregender Erfolg war vielmehr auch der Gewinn der UEFA Youth League 2016/17, als Salzburg im Konzert der Großen nicht nur mitmischte, sondern auch triumphierte. Diesen Erfolg in den Bereich der Herrenmannschaft zu transferieren, dürfte kaum möglich sein. Doch mit den vorhandenen Mitteln soll es künftig zumindest regelmäßig die Champions League sein.

Krankl, Polster, Mane und Co. - Torjäger aus der Alpenrepublik

Die österreichische Bundesliga hat in ihrer Geschichte immer wieder Spieler hevor gebracht, die im Laufe ihrer Karriere weit über die Grenzen der Alpenrepublik hinaus für Furore gesorgt haben. Zum einen natürlich einheimische Akteure wie die Torjäger Hans Krankl und Toni Polster oder Spielmacher Andreas Herzog, um nur einige wenige zu nennen. Aber auch Spieler wie Sadio Mane oder Naby Keita, für die jeweils RB Salzburg ein wichtiger Zwischenschritt in die internationale Klasse und zum FC Liverpool waren.

Die österreichische Bundesliga im Live Stream

Immer wieder wechseln Spieler aus Österreich in Ausland, bevorzugt in die deutsche Bundesliga, aber auch in die englische Premier League. Es lohnt sich daher durchaus, die österreichische Bundesliga zu verfolgen, unabhängig davon ob live im Stadion, in Highlight-Ausschnitten im Internet oder im Live Stream.

Auf unserer Seite geben wir Tipps und Hinweise dazu, wo sich die jeweils aktuellen und zuverlässigsten Live Streams der kommenden Spiele aus Österreich finden lassen. In der Regel gibt es für jedes Spiel der Tipico Bundesliga einen funktionierenden Live Stream, über den sich die Talente von heute beobachten und vielleicht auch schon die Stars von morgen entdecken lassen.