Verfolge den DFB-Pokal im Live Stream online

Während sich andere Länder wie etwa England oder Frankreich gleich mehrere Pokal-Wettbewerbe erlauben, genießt in Deutschland der DFB-Pokal ein Alleinstellungsmerkmal. Jedes Jahr starten im August 64 Mannschaften mit der Hoffnung auf das Finale im Berliner Olympiastadion in den Wettbewerb, wobei die meisten Träume eher früher als später zerplatzen. Anders als beispielsweise der League Cup in England, in dem häufig nur bessere B-Teams auflaufen, erfährt der DFB-Pokal von allen deutschen Vereinen höchste Wertschätzung. Seinen Teil dazu beigetragen hat dazu auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der in jüngerer Vergangenheit die finanziellen Anreize für Erfolge im Pokal deutlich vergrößert hat. Unabhängig davon ist es für viele Spieler aber ein besonderes Erlebnis, das Pokalfinale vor den Augen einer riesigen Öffentlichkeit zu bestreiten. Denn wenn im Olympiastadion der Anpfiff erfolgt, sind nicht nur mehr als 70.000 Zuschauer vor Ort live dabei, sondern auch mehrere Millionen Fans zu Hause am Fernseher oder auch mit einem DFB-Pokal Live-Stream.

Der aktuelle Modus des DFB-Pokals

Seit der Saison 2000/01 wird der DFB-Pokal im gleiche und seither auch nicht mehr veränderten Modus ausgetragen. Nachdem zuvor zum Teil international vertretene Bundesligisten erst später in den Wettbewerb eingestiegen sind und noch früher bei Unentschieden Wiederholungsspiele absolviert werden mussten, nehmen seit Beginn des neuen Jahrtausends stets 64 Mannschaft am Wettbewerb teil, der mit der ersten Hauptrunde beginnt und durchweg im K.o.-System gespielt wird.

Qualifiziert sind die 40 Vereine, die in der Saison zuvor von der der ersten über die zweite Bundesliga bis hin zur 3. Liga am besten abgeschnitten haben. Es sind somit alle 36 Vereine der ersten beiden Ligen, die Absteiger aus der 2. Bundesliga sowie der Tabellenvierte der vorherigen Drittliga-Spielzeit dabei. Die übrigen 24 Plätze im Teilnehmerfeld werden über die Pokalwettbewerbe der Landesverbände des DFB vergeben. Die insgesamt 21 Landespokalsieger qualifizieren sich genau wie drei weitere Vereine aus den Landesverbänden mit den meisten gemeldeten Herrenmannschaften. Dabei handelt es sich aktuell um Bayern, Westfalen und Niedersachsen. Aus diesen Verbänden nimmt in der Regel auch der unterlegene Landespokalfinalist am DFB-Pokal teil. Sofern ein Landespokalsieger bereits über die Platzierung in der 3. Liga qualifiziert ist, rückt der nächstplatzierte Klub, meist also der Verlierer des Landespokalfinales nach.

Nicht mehr erlaubt ist anders als in der Vergangenheit die Teilnahme zweiter Mannschaften. Erfolge von Reserveteams, wie sie unter anderem den Amateuren des FC Bayern München und des SV Werder Bremen gelungen waren, sind somit heute nicht mehr möglich.

Die Geschichte des DFB-Pokals

Nach Vorbild den englischen FA-Cups, der seinen ersten Sieger bereits im Jahr 1872 kürte, führte der DFB 1935 die Deutsche Vereinspokalmeisterschaft ein, die basierend auf ihrem Initiator Hans von Tschammer und Osten auch als Tschammerpokal in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Bis zum Jahr 1943 wurde dieser Wettbewerb ausgespielt, mit der Wiener Vienna als letztem Großdeutschen Fußballpokalsieger. Der zweite Weltkrieg sorge dann für eine längere Unterbrechung. Erst 1952 ging es dann mit dem DFB-Vereinspokal weiter, der spätestens seit den 80er-Jahren nur noch DFB-Pokal genannt wird. Im Laufe der Jahre gab es kleinere und größere Veränderungen am Modus, der nicht immer ganz unkompliziert war, letztlich aber immer in ein Endspiel mündete.

Endspielort Berlin

Bis zum Jahr 1984 gab es im deutschen Fußball keinen festen Ort für das Finale um den DFB-Pokal, wie etwa in England das Londoner Wembleystadion. Stattdessen wurde der Endspielort immer erst festgelegt, wenn die beiden Finalisten feststanden. Dann wurde in der Regel ein Ort gewählt, der geographisch in etwa in der Mitte beider Teilnehmer lag. Am häufigsten wurden bis 1984 Hannover (acht Finals), Berlin (sechs) sowie Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt (je fünf) auserwählt. Recht einfach fiel die Wahl im Jahr 1983 als sich mit dem 1. FC Köln und Fortuna Köln zum ersten und bis heute einzigen Mal zwei Klubs aus einer Stadt im Finale gegenüberstanden. Natürlich war das Müngersdorfer Stadion im Westen der Domstadt Schauplatz dieser Partie, die der hochfavorisierte FC letztlich nur mit einiger Mühe mit 1:0 für sich entscheiden konnte.

Ab dem Jahr 1985 hat sich dann aber das Berliner Olympiastadion als Austragungsstätte des Endspiels etabliert. Zunächst wurde das Finale nur für fünf Jahre nach Berlin vergeben – als Entschädigung dafür, dass Westberlin vom DFB nicht als Spielort für die Europameisterschaft 1988 auserwählt wurde.

Bei den fünf Jahren blieb es aber bekanntlich nicht. Vielmehr hat sich das Olympiastadion in puncto DFB-Pokal recht schnell als das deutsche Wembley erwiesen und der nach erfolgreichen Pokalspielen häufig zu hörende Schlachtruf “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, gehört zum festen Repertoire in der deutschen Fanlandschaft.

Die Trophäe

Von 1935 bis 1964 erhielt der Gewinner des DFB-Pokals den sogenannten Goldfasanen-Pokal, auf dem nach dem zweiten Weltkrieg das zuvor vorhandene Hakenkreuz durch eine Platte mit dem Logo des DFB ersetzt wurde. Dennoch konnte sich der damalige DFB-Präsident Peco Pauwens aufgrund der mit dem Pokal verbundenen Erinnerungen an die Nazi-Zeit mit dieser Trophäe nicht dauerhaft anfreunden. So erhielt der Kölner Künstler Wilhelm Nagel 1964 den Auftrag, einen neuen Pokal zu fertigen. Diesen erhielt als erstes Team im Jahr 1965 Borussia Dortmund überreicht. Der BVB ist somit auch der erste Verein, der in den Sockel eingraviert wurde. 1991 wurde dieser Sockel um fünf Zentimeter erhöht und bietet nun Platz für alle Pokalsieger bis mindestens zum Jahr 2030.

Der Pokal ist mit dem Sockel 52 Zentimeter hoch und 5,7 Kilogramm schwer. Im Inneren beträgt das Fassungsvermögen acht Liter. Der materielle Wert wird auf rund 35.000 Euro geschätzt, wobei der ideelle Wert natürlich weitaus höher liegt. Eine Generalüberholung im Jahr 2002 kostete rund 32.000 Euro, die Rudi Assauer übernahm. Der damalige Manager des FC Schalke 04 hatte den Pott bei den Feierlichkeiten aus Versehen fallen lassen und beschädigt.

Der finanzielle Anreiz wird immer größer

Im Wissen um die Summen, die mittlerweile in den internationalen Wettbewerben zu verdienen sind, hat der DFB in den letzten Jahren nachgezogen und die Prämien im DFB-Pokal sukzessive und unter dem Strich deutlich angehoben. Auch deshalb ist es selbst für Bundesligisten wirtschaftlich sehr attraktiv, die ersten Runden zu überstehen, kann doch ab dem Achtelfinale richtig Geld verdient werden.

In der ersten Runde nahmen sich die 2018/19 ausgeschütteten Prämien, die in Zukunft Jahr für Jahr weiter leicht angehoben werden dürften, noch einigermaßen bescheiden aus. Während sich Amateurvertreter mit 121.000 Euro begnügen mussten, erhielten Profivereine 166.000 Euro.

Aber der zweiten Runde gibt es dann keinen Unterschied mehr zwischen Profis und Amateuren. Durchweg gibt es dann 332.000 Euro und wie von Runde eins zu zwei erfolgt auch danach eine Verdopplung. 664.000 Euro im Achtelfinale folgen im Viertelfinale schon 1,328 Millionen Euro und für die Teilnahme am Halbfinale winken 2,656 Millionen Euro. Der Finalverlierer darf sich dann mit 3,5 Millionen Euro trösten, während sich der Sieger über weitere 4,5 Millionen Euro freuen kann. Der Pokalgewinner kassiert also alleine an DFB-Geldern 9,646 Millionen Euro.

Bei den genannten Beträgen handelt es sich ausnahmslos um Zahlungen des DFB, resultierend aus der TV- und Werbevermarktung. Hinzu kommen noch die Zuschauereinnahmen, die die Erträge deutlich steigern können. Diese verbleiben nicht etwa komplett beim Heimverein, sondern werden nach Abzug aller Kosten unter beiden Klubs aufgeteilt.

DFB-Pokal Rekorde – Teams

Wenig überraschend führt der FC Bayern München alle wichtigen Statistiken auch im DFB-Pokal an. So gewann der deutsche Rekordmeister auch den Pokal schon 19 Mal und dürfte damit vielleicht auf ewig unerreichbar sein. Denn der zweitplatzierte SV Werder Bremen bringt es lediglich auf sechs Titel, gefolgt vom FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt mit je fünf Triumphen. Der 1. FC Köln, Borussia Dortmund und der 1. FC Nürnberg stehen bisher bei vier Pokalsiegen, der Hamburger SV, der VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach bei drei. Je zwei Mal durften Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Kaiserslautern, der Karlsruher SC, der Dresdner SC und der TSV 1860 München jubeln. Letzter erstmaliger Pokalsieger war in der Saison 2014/15 der VfL Wolfsburg.

Zum ersten Mal ins Endspiel geschafft hat es 2018/19 RB Leipzig. Auch in Sachen Finalteilnahmen führt der FC Bayern München das Ranking an. 23 Mal standen die Münchner im Finale und zogen damit im Endspiel lediglich vier Mal den Kürzeren, zuletzt ziemlich überraschend 2018 mit 1:3 gegen Eintracht Frankfurt. Wer ein Endspiel des FC Bayern im Stadion oder im Pokal Live-Stream verfolgt, muss folglich davon ausgehen, dass die Münchner am Ende auch jubeln dürfen.

Schalke 04 mit zwölf sowie Werder Bremen und der 1. FC Köln mit je zehn weisen ebenfalls noch eine zweistellige Anzahl an Endspielteilnahmen auf. Eine 100-prozentige Quote bei mehr als einer Finalteilnahme können indes nur 1860 München und der Dresdner SC vorweisen, die ihre beiden Endspiele gewannen.

DFB-Pokal Rekorde – Spieler

Nur einem Spieler ist es bislang gelungen, den DFB-Pokal sieben Mal zu gewinnen. Bastian Schweinsteiger feierte sämtliche Pokal-Erfolge im Trikot des FC Bayern München. Selbiges gilt auch für Oliver Kahn, Philipp Lahm und Franck Ribery,die es auf jeweils sechs Titel bringen. Claudio Pizarro durfte den Pokal ebenfalls fünf Mal in den Berliner Nachthimmel stemmen: fünf Mal mit dem FC Bayern und einmal als Spieler von Werder Bremen.

Von der ersten Runde bis zum Endspiel sind für einen Verein und seine Spieler maximal sechs Pokalpartien in einer Saison möglich. Die 79 Pokalspiele, die Mirko Votava in seiner langen Karriere bestritten hat, sind somit fraglos ein nicht so einfach zu erreichender Rekord. Dass der Pokal-Wettbewerb in der Vergangenheit zum Teil noch mehr Runden umfasste und Wiederholungsspiele bei Unentschieden an der Tagesordnung waren, spielte für Votavas Rekordwert natürlich auch eine Rolle. Hinter dem ehemaligen Bremer und Dortmunder folgt Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel mit 70 Begegnungen. Oliver Kahn, Willi Neuberger und Manfred Kaltz liefen je 67 Mal im Pokal auf. Der im Einsatzranking bestplatzierte noch aktive Spieler ist Claudio Pizarro, der es auf 57 Pokal-Spiele bringt, angesichts seines fortgeschrittenen Alters aber Votava nicht mehr wird gefährden können.

Auch unter den besten Torschützen mischt Pizarro mit. 32 Tore bedeuten für den Peruaner den neunten Platz. Robert Lewandowski ist mit 33 Treffern Achter, wird es aber aller Voraussicht nach auch nicht mehr an die Spitze schaffen. Denn die 78 Pokaltore, die der unvergleichliche Gerd Müller erzielte, stellen alle anderen Torjäger in den Schatten. Schon der zweitplatzierte Dieter Müller (48 Tore) weist zu seinem führenden Namensvetter einen sehr großen Abstand auf. Klaus Fischer ist mit 46 Treffern Dritter.

DFB-Pokal Rekorde – Trainer

Mit Karl-Heinz Feldkamp, Hennes Weisweiler, Ottmar Hitzfeld, Udo Lattek, Otto Rehhagel und Thomas Schaaf haben sechs Trainer den DFB-Pokal drei Mal gewonnen. Schaaf ist darüber hinaus neben Ludwig Janda, Aki Schmidt, Jupp Heynckes und Niko Kovac nur einer von vier Protagonisten, die den Pokal sowohl als Spieler als auch als Trainer gewannen. Schaaf ist es zudem als einzigem gelungen, den DFB-Pokal als Spieler und als Trainer jeweils mehrfach einzuheimsen. Insgesamt steht der gebürtige Mannheimer bei fünf Pokaltriumphen, bemerkenswerterweise alle errungen mit dem SV Werder Bremen.

Der DFB-Pokal im Live Stream

Den DFB-Pokal verfolgen viele Fans gerade in den ersten Runden in der Hoffnung auf Überraschungen, die es in der Vergangenheit ja doch nicht selten gegeben hat. In den Stadien kleiner Vereine ist freilich oft nur wenig und gegen die ganz Großen sogar in der Regel zu wenig Platz. So können längst nicht immer alle Fans live im Stadion dabei sein. Im Pay-TV bei Sky sind allerdings sämtliche Spiele des DFB-Pokals von der ersten Runde bis zum Endspiel live und in voller Länge zu sehen. Ebenso über das Angebot von “Sky Go“ im Live Stream.

Aber auch Fans, die sich ein Pay-TV-Abo nicht leisten können oder wollen, gucken in Sachen DFB-Pokal nicht in die Röhre. Pro Runde werden mindestens zwei Spiele live auch im Free-TV von der ARD oder vom ZDF übertragen. Hinzu kommen ab der Saison 2019/20 vier Begegnungen bei Sport 1. Die kompletten Highlights der Pokalspiele sind sowohl bei “Sky“ als auch im Free-TV bei der ARD zu sehen. In der ersten Runde erfolgt eine umfassende Berichterstattung im Rahmen der Sportschau am Samstag und Sonntag. Danach werden die Highlights von den anderen Spielen in der Regel nach am Abend ebenfalls in der Sportschau oder während der Übertragung des ausgewählten Live-Spiels gezeigt. Die Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen sind auch im Live-Stream verfügbar.